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Sesshomaru und das Schicksal des Spiegels

von

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Ein reizendes Kind....

Ich möchte mich niochmal ganz herzlich für die aufmunternden Kommis bedanken.
 

Und da viele wissen wollten, was das für ein Kind wird, hier ein Zusatzkapitel zum Thema Familie:
 

12. Ein reizendes Kind....
 

An einem hellen Frühlingsmorgen lehnte sich Sesshomaru an einen Baum und musterte den See in der Sonne.

"Ähm, Sesshomaru-sama..."

"Jaken?"

"Warum sollte Rin zu der Grotte gehen?"

"Vielleicht benötigt Ayumi Hilfe."

"Ayumi...Oh, die gami, die wir vor hundertfünfzig Jahren kennen gelernt haben. Gehört ihr dieser See? Aber warum seid Ihr auf einmal so an ihrem Wohlergehen interessiert? Gami und Youkai..."

"Jaken."

Der kleine Youkai brach entsetzt ab. Er hatte tatsächlich vergessen, dass sein Herr einmal erwähnt hatte, dass er und diese gami ein Kind bekommen würden. Hastig verneigte er sich: "Verzeiht, ich war mit meinen Gedanken gerade nicht da..."

Der Youkaifürst beachtete ihn nicht weiter, sondern stand auf, da er eine Annäherung spürte. Rin kam mit einem kleinen Bündel im Arm, schien ihm etwas nervös zu sein.
 

Aber, wie es der Brauch verlangte, bot sie das Kleine seinem Vater, damit der entscheiden solle, ob er es annähme oder nicht:"Sesshomaru-sama: Ich darf Euch Eure Tochter vorstellen..." meinte sie vorsichtig.
 

Tochter? Jetzt verstand er ihre Unruhe. Wie kam denn ER zu einem Mädchen? Hatte Ayumis youki nicht mehr zu einem Jungen ausgereicht, als ihr Spiegel zerbrach? Als Erstgeborenes ein Mädchen? Unmöglich. Aber er betrachtete das kleine Wesen: aus den langen weißen Haaren ragten kleine, spitze, schwarze Hundeohren. Auf den ersten Blick sah das Baby Inuyasha fast ähnlicher als ihm, aber er erkannte den Mond auf der Stirn, den er selbst dort trug. Sie öffnete die Augen. Sie waren dunkelblau wie die einer Wassergami, schienen aber seinen Blick widerzuspiegeln, ihn genauso hochmütig und zugleich neugierig zu mustern, wie er sie. Fast amüsiert nahm er das zur Kenntnis. Das war eindeutig sein Kind, er hätte es nicht verleugnen können.

Rin wurde immer nervöser. Ayumi hatte ihr schon etwas ängstlich verraten, dass sie sich gut vorstellen könne, dass er die Anerkennung verweigere, da es ja nur ein Mädchen sei. Und das war das Todesurteil für das Kind. Aber dem Vater stand dieses Recht zu, gleich ob bei Menschen oder Youkai.

Sesshomaru suchte beinahe behutsam nach dem youki der Kleinen- und prallte fast zurück, als er auf eine Macht stieß, die der seinen nahezu ebenbürtig war, als ihrer Youkaiseite, und zugleich überraschenderweise die fast gleiche Stärke an gami-youki. Er hatte erwartet, dass sie mütterlicherseits schwächer sein müsste. Aber das war sie nicht.

Das war eindeutig kein gewöhnliches Kind. Dies musste das magischste Wesen sein, das die Erde je gesehen hatte. Vorsichtig streckte er seine Hand aus, berührte die Finger des Babys.
 

Rin schwor später, sie hätte gedacht, sie sehe nicht richtig, als seine Hand grün zu leuchten begann, das ätzende Gift unter seinen Nägeln hervortrat.
 

Die Kleine starrte in die Augen ihres Vaters, als sich die winzigen Finger um seinen Zeigefinger schlossen und aus ihnen die gleiche Flüssigkeit trat. Dieses Baby beherrschte schon die dokka-so.

Sesshomaru zog behutsam seine Finger zurück: "Rin, sag Ayumi, sie soll sie Tamiko nennen."

Die atmete auf. Gab ein Vater dem Kind einen Namen, hatte er es anerkannt, sich verpflichtet, für es zu sorgen. So drückte sie die Kleine fester an sich: "Danke, Sesshomaru-sama. Ich werde es ihr ausrichten."

"Wie geht es Ayumi?"

"Sie schläft, aber sie wird sich bald erholen, sagte sie."

"Gut. Bring Tamiko zu ihrer Mutter. Dann komm zurück."

"Ja." Sie verschwand.
 

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Durch den lichten Wald lief fröhlich ein kleines Mädchen von scheinbar 8 Jahren. Es mochte fast leichtsinnig erscheinen, in diesen kriegerischen Zeiten sie unbeaufsichtigt zu lassen, aber ihre Mutter vertraute ihr genug, um mit herkömmlichen Schwierigkeiten fertig zu werden. Immerhin war sie nicht nur ein hanyou sondern auch noch eine hangami.
 

Ayumi hatte ihrer Tochter bereits beigebracht, ihre beiden Hälften, die dunkle und die helle, einigermaßen im Zaum zu halten. Manche Sachen hatten sich als mühsam herausgestellt, da Tamiko zunächst nicht eingesehen hatte, warum man keine Dämonen der Hölle als Spielzeug beschwören sollte, zumal es in ihren Augen ja auch einfach war, sie wieder zurückzubefördern. Aber das lag nun auch schon Jahre zurück.
 

Die wahre Gestalt der Kleinen kannten nicht einmal ihre Eltern, geschweige denn, sie selbst. Lebte Tamiko bei ihrer Mutter im See, nahm sie die Wassergestalt Ayumis an- aber sie war nicht durchscheinend wie ihre Mutter, sondern immer ein weißes, eindeutig schneeweißes Wasser. Nahm sie jedoch die Hundegestalt ihres Vaters an, so war sie durchscheinend, praktisch unsichtbar. Nur wenn der Wind im Fell Wellen warf, war sie zu bemerken.

Tamiko hatte durchaus beobachtet, dass ihre Eltern damit nicht sonderlich glücklich waren, und nahm an Land zumeist, wie diese auch, ihre menschliche Gestalt an, die einer hangami oder eines hanyou, mit der sie auch geboren worden war.
 

Tamikos lange weiße Haare fielen ihr bis tief ins Kreuz. Oben auf ihrem Kopf verrieten die schwarzen Hundeohren, dass ihr Vater ein Hundeyoukai war. Bis auf die dunkelblauen Augen, die so tief wie der See zu sein schienen, sah sie wie ein gewöhnliches Menschenmädchen aus: hübsch, freundlich und stets gut gelaunt. Tamiko wäre nie auf die Idee gekommen, dass es irgendetwas oder irgendjemanden gab, der ihr etwas hätte antun auch nur wollen.
 

Sie blieb an einem Baum stehen. Hier roch es verführerisch nach Blaubeeren. Ihre Nase war ebenfalls deutlich besser, als die eines Menschen. Sie sah sich um. Da waren sie. Während sie sie pflückte, begeistert aß, vergaß sie fast ihre Umwelt.

Erst, als jemand sagte: "Du hast recht, Fangzahn. Das stinkt hier nach hanyou, " drehte sie sich überrascht, aber nicht ängstlich um.

Auf der anderen Seite der Lichtung waren vier Männer aus dem Wald getreten. Tamiko erkannte, dass dies Hundeyoukai waren und war noch beruhigter. Ihre Mutter hatte ihr stets versichert, dass ihr Vater Herr der Hundeyoukai war und sie daher vor diesen absolut sicher wäre.

Die Fremden starrten sie an: "Das ist ja ein Kind?! Ein Mädchen?!?" meinte der, der mit Fangzahn angesprochen worden war.

Tamiko konnte sich die Überraschung nicht erklären, aber war es schon ungewöhnlich, dass ein Youkai ein Kind mit einer Menschenfrau hatte und dies älter wurde, so war es noch erstaunlicher, dass es sich um ein Mädchen handelte. Da kaum ein Vater als Erstgeborenes ein Mädchen akzeptierte, schlossen die Besucher daraus, dass sie entweder noch einen älteren Bruder hatte- oder, dass ihrem Vater so etwas wie Erbe egal gewesen war, er ohne Rang und Namen wäre. Tamiko erkundigte sich höflich: "Guten Tag. Was wollt ihr denn hier?"

"Spielen", lachte einer der Youkai. Sie trugen eine fast menschliche Rüstung aus Metall, Kleidung, wie sie auch ein einfacher Adeliger hätte tragen können. Nur ihre langen schwarzen Haare mit den Ohren auf dem Kopf, die Schwänze, die hinten aus den Rüstungen ragten, verrieten neben den Fangzähnen ihre Un- Menschlichkeit.

"Oh. Ihr wollt mit mir spielen?" Tamiko ahnte nichts von der Gefahr in der sie sich befand. "Was denn?"

"Fang den hanyou, oder, Feuerschweif?" wandte sich Fangzahn an den Anführer.

Feuerschweif sah sich kurz um, nickte dann: "Genau. Spielen wir: fang den schändlichen hanyou." Er lief auf Tamiko zu. Es war schnell und wäre zu schnell für einen Menschen gewesen- oder auch nur für ein hanyou-Kind.

Tamiko sprang hoch in die Luft, schlug einen eleganten Purzelbaum. Noch im Landen fasste sie nach einem Ast, warf ihn und traf den Fangzahn genannten, ziemlich hart an dessen Rüstung. Sie hatte erste Ausbildungsversuche mit ihrem Vater bereits hinter sich. Ihre Mutter schätzte diese Kampfausbildung deutlich weniger.

"Oho!" sagte der: "Man versucht zu beißen? Erstaunliches Talent für einen Bastard."

"Komisch", sagte ein dritter: "Sie ist ziemlich schnell..."

Es war Tamikos Fehler, dass sie den beiden zuhörte, denn der Anführer der Gruppe, Feuerschweif hatte sie nicht aus den Augen gelassen. Sie bemerkte die Bewegung seitlich von ihr noch, zuckte zurück, aber seine Klaue hatte ihr Kratzer über das Gesicht und die Schulter hinterlassen. Erschreckt erkannte sie, dass dies wohl kein Spiel der gewöhnlichen Art sei. Sie sprang hastig zurück. Ihre Mutter hatte ihr gesagt, wenn sie mal im Wald auf Schwierigkeiten träfe, solle sie ihr gami-youki einsetzen, einen Bannkreis errichten. Das tat die Kleine nun.

"Sie ist weg?" sagte der vierte der Hundeyoukai.

"Unsinn", sagte Feuerschweif: "Sie hat einen Bannkreis errichtet, der gegen Youkai hilft. Ein interessantes Kind, da hast du recht, mein Freund. Das ist für einen hanyou ein recht talentiertes Geschöpf. Aber wieso kann sie weiße Magie als Halbblut?"

"Das macht nichts. Wenn du willst, Feuerschweif, kann ich den Bannkreis brechen, " meinte der Vierte. "Ich bin nicht ohne Grund von Miko und Mönchen gefürchtet."

"Dann tu es doch, statt soviel zu reden." giftete sein Anführer: "Spitzohr."

Spitzohr setzte seine Magie ein. Er war diesbezüglich recht begabt- und Tamiko noch zu unerfahren. So brach ihr Bannkreis schnell.

Sie sprang auf, da sie erkannte, dass Feuerschweif und Fangzahn sie sofort angriffen. Sie wusste nicht, warum sie das taten, aber ihre Angst, half ihr, auszuweichen. Noch während sie in die Luft sprang, höher, als es ein Mensch gekonnt hätte, ließ sie ihre Finger knacken, so wie es ihr Vater sie gelehrt hatte. Wie er es ihr beigebracht hatte, ließ sie ihre Klaue durch die Luft fahren. Ein großer Baum wurde getroffen und stürzte zu Boden. Die vier Hundeyoukai konnten gerade noch ausweichen.

Leider war Feuerschweif jetzt sauer: "Na schön, Miststück, " sagte er: "Dann ändern wir das Spiel und seine Regeln. Spielen wir jetzt: Tötet den hanyou!"

Für einen Moment standen sich die vier Hundeyoukai und das Youkai-gami-Kind gegenüber, ehe die vier ausschwärmten, um die Kleine einzukreisen. Sie waren diese Jagdtaktik gewohnt und Tamiko erkannt instinktiv, dass sie in erheblichen Schwierigkeiten steckte. Ihre weiße Magie konnte ihr hier kaum noch helfen, und so gestattete sie ihrer Youkai-Seite, zu erwachen, etwas, das ihre Mutter ihr immer für den Notfall- und nur für den- erlaubt hatte. Aber sie hatte das dumpfe Gefühl, dass das hier ein Notfall war. Ihre dunkles youki beschleunigte ihre Ausweichmanöver, als sie versuchte, dem Quartett zu entkommen. Diese bemerkten sehr wohl, dass sie schneller geworden war, plötzlich auch Gegenangriffe startete, aber sie wussten nicht, weshalb. Erstens sah man äußerlich keine Veränderung und zweitens: welcher Mischling konnte schon einfach so zwischen seinen beiden Hälften wählen?

Tamiko fehlte jedoch die Erfahrung im Kampf, die Kraft und Schnelligkeit eines Erwachsenen und so gelang es Fangzahn, seine Hand durch ihre Schulter zu stoßen, sie schwer zu verletzen. Ihr Instinkt half der Kleinen, sich loszureißen, zurückzuspringen. Sie konnte nicht mehr nachdenken. Es tat zu weh und sie war zu erschöpft. Nur ihr Überlebenswille half ihr, sich rücklings gegen einen dicken Baum zu lehnen, um vor Überraschungsangriffen sicher zu sein. Sie war nie zuvor so schwer verletzt gewesen und sie spürte, wie ihre Kleidung rot vom Blut wurde, ihr der Blutgeruch in die Nase stieg. Wie so oft, wenn die Ausbildung versagt, half ihr der Instinkt. Sie wusste, sie müsste sich heilen, so wie es ihre Mutter ihr beigebracht hatte. Vorsichtig schickte sie ihre weiße Magie zu der Verletzung.

Youkaikörper heilten für gewöhnlich viel schneller, als die von Menschen und keiner der vier Hundeyoukai hätte bezweifelt, dass bei ihnen eine solche Wunde bereits am darauf folgenden Tag verschwunden gewesen wäre. Aber das hier war doch nur ein hanyou. Und ein Kind. Die Kleine mochte viel mehr darunter leiden- was sie auch sollte. Solche Kreuzungen waren einfach zu schwach für diese Welt.

"Tja, das hast du nun davon", sagte denn auch Spitzohr: "Bastard: Kind einer Mutter, die sich für etwas Besseres hält, und sich an Youkai heranmacht. Vielleicht verachtet von ihresgleichen."

Tamiko hatte ihn nicht einmal gehört. Sie konzentrierte sich auf ihre Verletzung, die unter dem Einfluss ihrer dunklen Seite und der Heilkraft einer gami rasch verschwand.

"Genau", höhnte Fangzahn: "Kind einer niedrigen Lebensform und wahrscheinlich eines unwürdigen Youkai, zu feige, um sich an eine gleichrangige Partnerin heranzumachen, verachtenswerter Abschaum unserer Sippe."

Tamikos Öhrchen zuckten. DAS hatte sie gehört, da ihre Heilung fast abgeschlossen war. Sie richtete sich ruckartig auf. Ihre blauen Augen blitzten plötzlich: "Meine Frau Mutter ist eine gami..."

Feuerschweif, der Anführer der Gruppe erstarrte: diese hastige Bewegung konnte sie nur machen, wenn die Verletzung schon verheilt war. Was ging hier vor? Und überhaupt: wieso gami? Gami und Youkai....das war unmöglich...!!!!

Tamiko fuhr wütend fort: "Und mein Herr Vater ist der stärkste und mächtigste Youkai der Welt."

"Du schmeichelst mir, mein Kind." kam eine kühle, hochmütige Stimme aus dem Rücken der vier Hundeyoukai. Diese fuhren herum.

"Sess..." begann der Anführer. Den Rest des Namens brachte er hervor, als er schon unterwürfig ausgestreckt auf dem Bauch lag, sein Schwanz hin und herwischend: "Sesshomaru-sama..." Jetzt begriff er alles. Dieses kleine Mädchen hatte über sehr ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Sie hatte gesagt, ihr Vater sei ein sehr starker und mächtiger Youkai- und der Herr aller Hunde hatte sie mit: "mein Kind" angesprochen. Feuerschweif wunderte sich in diesem Augenblick nur, warum sie noch am Leben waren. Aber er bezweifelte nicht, dass das nur ein sehr vorübergehender Zustand sein würde. Sie hatten SESSHOMARUS Kind angegriffen. Sie hatten IHN als Abschaum, feige und unwürdig, bezeichnet- und auch SEINEN Vater, denn Feuerschweif fiel jetzt erst ein, dass Sesshomaru-sama ja auch eine halbmenschlichen Bruder namens Inuyasha hatte. Seine Begleiter hatten mit etwas Verzögerung ebenfalls begriffen und waren seinem Beispiel gefolgt.

Tamiko hatte ihren Vater schon gut ein halbes Jahr nicht gesehen. Sie wusste, dass er stark und mächtig war und es bereitete ihr verständliche Freude, dass die Männer, die sie gejagt und verletzt hatten, durch das schiere Auftauchen ihres Vaters zu sich am Boden windenden, winselnden Hunden wurden. Sie faltete die Hände, verneigte sich höflich: "Ich freue mich, Euch zu sehen, Herr Vater."

Sesshomaru betrachtete kurz ihre Schulter. Sie schien bereits wieder verheilt zu sein. "Tamiko."

"Herr Vater?"

"Sieh zu und lerne." Er bewegte sich vorwärts, fast gleitend, mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit, als es die Youkai zuvor gemacht hatten.

Als Feuerschweif wagte, seitwärts zu blicken, sah er, dass seine drei Kameraden tot waren. Warum hatte der Herr aller Hunde ihn verschont? Feuerschweif gab sich nicht der Illusion hin, dass es Sesshomaru-sama irgendein Problem bereitet hätte, auch ihn mit diesem einen Sprung zu erledigen. Die Erklärung folgte jedoch sofort.

"Tamiko, dies hier ist der Anführer. - Töte ihn."

"Vergebt, Herr Vater, aber der Befehl meiner Mutter lautet, ich solle nie jemanden töten."

"Ich bin sicher, auch deine Mutter meinte dies nicht für einen geistesschwachen Youkai, der dich ermorden will." Sesshomaru klang bemerkenswert nachsichtig, was in dem unterlegenen Feuerschweif nur noch mehr die Einsicht weckte, dass sein letzter Fehler auch sein größter gewesen war. "Zeige ihm deine dokka-so."

Die Kleine begriff durchaus, dass das eine Art Prüfung sein sollte, und sprang in die Luft, spreizte ihre Finger. Ihr Vater hatte ihr schon einmal erklärt, wie man einen solchen Giftklauenangriff durchführen konnte, und sie hatte es nicht vergessen. Soweit man ihr erzählt hatte, war sie außer ihrem Erzeuger die Einzige, die solches Gift produzieren konnte. Feuerschweif wollte aufschreien, um Gnade bitten, aber er wusste auch, dass Sesshomaru dieses Wort vermutlich nicht einmal kannte. Er spürte noch die Berührung der kleinen hanyougami. Es war wie giftiges Feuer. Während er sich buchstäblich auflöste, hörte er noch den Herrn aller Hundeyoukai sagen: "Sag deinen Freunden, in der Hölle, dass sie Glück hatten..."

Tamiko landete elegant, drehte sich mit einer ehrerbietigen Verneigung um. Ihre Mutter hatte ihr immer eingeschärft, dass ihr Vater großen Wert auf höfliche Umgangsformen ihm gegenüber legte.

"Gehen wir", sagte Sesshomaru nur und seine Tochter folgte ihm respektvoll- und fast anbetend.

Tamiko hatte schon lange gehört, dass ihr Vater stark und mächtig sei und sie wunderte sich kein bisschen, dass er ihr zu Hilfe gekommen war, als sie sie benötigt hatte.

Sesshomaru seinerseits hatte ihr dunkles youki aufwallen spüren und angenommen, dass sie in Schwierigkeiten steckte. Er hatte eigentlich eher an einen Unfall gedacht. Als er gesehen hatte, dass es nicht nur irgendwelche hohlköpfigen Youkai, sondern auch noch Hundeyoukai gewesen waren, war er etwas ärgerlich geworden. Aber er hatte nicht umhin gekonnt, seiner Tochter zuzusehen, wie sie als 8jähriges Mädchen immerhin 4 Youkai in Schach hielt, auch wenn die zugegebenermaßen offenkundig völlig verblödet gewesen waren.

Um jedoch ähnliche Situationen zu vermeiden, wäre es wohl notwendig, sie mit sich zu nehmen, sie offiziell als seine Tochter vorzustellen. Und ihr eine angemessene Ausbildung zukommen zu lassen. Ayumi würde dies gewiss einsehen.

Tamiko wusste es noch nicht, aber ihre Kindheit war zu Ende.
 

*************************************************************
 

Tja, das war es nun endgültig.
 

Vielen Dank an alle, die bis hierher mitgelesen haben. Wer so nett ist, und mr noch einen Kommentar hinterlässt, bekommt eine ENS, wenn die neue Geschichte oben ist, wieder eine Sess/Inu FF.Ich werde sie nächste Woche hochladen.
 

bis dann
 

Hotepneith



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Kommentare zu diesem Kapitel (39)
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Von: abgemeldet
2005-02-26T15:02:29+00:00 26.02.2005 16:02
Der Titel dieses Kapitel ist super. Wirklich, ein reizendes Kind... *Sieh zu und lerne" *schuttel* Und ich find es auch sehr gut, wie sie ihre Eltern anredet- "Herr Vater", "Frau Mutter". Das klingt wirklich mittelalterlich (<---- ein Kompliment ^^).
Schade, dass die FF zu End ist...*seufz* Aber die neue sieht auch sehr verlockend aus. *g*
Schreib schon an ihr weiter!!!
Von:  Dorwinion
2005-02-24T12:29:19+00:00 24.02.2005 13:29
Hallo!
Diese FF ist auch total genial^^
Echt super!
Hoffe natürlich auch hier auf Fortsetzung XD
*hechel*
*liebschau*
*dackelblick*
Ishizu
Von: abgemeldet
2005-02-21T17:56:31+00:00 21.02.2005 18:56
Hier mein versprochener Kommi, hat nen bißchen gedauert, sorry.
Das Ende ist Dir super gelungen, hab schon fast damit gerechnet, daß Tamiko ihre eigene FF bekommt (Die Abenteuer von Tamiko, einzige Tochter des Herrn der Hundeyoukai). Okay, klingt nen bißchen spinnert. Vergiss das lieber schnell.
Ich freu mich schon auf Deine nächste FF.

Bis dahin
HDGDL
Mariko
Von: abgemeldet
2005-02-21T06:05:57+00:00 21.02.2005 07:05
Hallo!

Es ist eine schöne Idee noch mal in einem Bonuskapietl auf das Kind zu sprechen zu kommen. Die Verbindung zu den kapiteln davor war auch geschickt gemacht und man hatte einen schönen "Einblick" und kann sich jetzt so seine eigenen Gedanken machen, was noch passieren könnte. Das gefällt mir persönlich besonders gut. ^^
Auch der Schluß/Schlußsatz ist toll. Schön formuliert, etwas endgültig, aber er paßt zum Geschehen!
Bye

Pitri
Von: abgemeldet
2005-02-19T21:11:57+00:00 19.02.2005 22:11
Nicht schlecht die Kleine. Aber was will man sonst erwarten bei solchen Eltern.
Das war auf jedenfall ein schönes Ende.
bis demnächst
Himmel77
Von: abgemeldet
2005-02-19T21:08:52+00:00 19.02.2005 22:08
Großartiges Ende und gute Auflösung wegen dem Kindes. Aber mit dem Mädchen konntest du wohl nicht wiederstehen, oder??
Tja, ich bin auf jeden Fall begeistert, finde es aber schade, dass die Geschichte endgültig aus ist. Aber wie sagt man doch, wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören!

Danke für die FF!
liebe Grüße
San79
Von: abgemeldet
2005-02-19T19:01:02+00:00 19.02.2005 20:01
Wow, mir blieb da echt die Spucke weg!!!!!!
Ich fands echt das beste Kappi bis jetzt, alle Achtung!
Eine Tochter von Sess, wie süß ^-^ Und dass er sie auch akzeptiert hat, fand ich echt klasse, nur weiter so^^

Aoko_
Von:  DarkEye
2005-02-19T18:46:24+00:00 19.02.2005 19:46
ich finde deine FF echt genial! aber jetzt würde doch noch ne Fortsetztung passen???+

oder?
auf jeden fall hat es mir gefallen!


sehr sogar°!

schreibst du mir ne ENS wenn du ne neu FF rauf gibst??

dark
Von: abgemeldet
2005-02-19T18:13:41+00:00 19.02.2005 19:13
Also, wieder super gelungen. anders kann man es nicht sagen. Schreibst du die Story weiter? aber ansonsten einfach nur super.
Von: abgemeldet
2005-02-19T16:16:20+00:00 19.02.2005 17:16
Hallo!

Sag mal wie machst du das nur? Ich bin immer wieder einfach nur begeisert von deinen Kapiteln! :)
Ich bin schon richtig gespannt auf die nächste Geschichte! Aber bleiben wir erst mal bei dieser hier.
Also Tamiko ist irgendwie eine super Mischung aus ihren Eltern. Sie absulut hinreißend! ;)
Als ich von Sess gelesen hab, hab ich ihn richtig vor mir gesehen und es hat perfekt gepasst.
Er war weder zu emotional, noch völlig kalt und hart zu seiner Tochter. Und hat trotzdem nichts von seiner Würde verloren.
Ich würde ja zu gerne die Gesichter der anderen hohen Youkais sehen, wenn sie erfahren was udn wer sie ist.
Aber hast du dir diesen Brauch wegen dem anerkennen des Kindes ausgedacht oder gibt es den 'wirklich' bei Youkai?
Du hast geschrieben, dass Tamiko scheinbar 8 Jahre alt ist. Und Sess sagte das sie acht Jahre alt wäre.
Altern Yukai in dem Alter noch so wie Menschen?
Es hat einfach unglaublichen Spass gemacht deine Geschichte zu lesen und es wird bestimmt nicht
das letzte Mal gewesen sein.
Also dann, bis bald hoffe ich!

Ciao deine Reeks


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